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Die Stadt der Blinden – José Saramago

In einer nicht benannten Stadt in einem nicht benannten Land erblindet ein Mann, während er darauf wartet, dass die Ampel vor ihm auf Grün umstellt. Verzweifelt lässt er sich von einem Fremden nach Hause bringen und wartet dort auf seine Frau. Die bringt ihn in die Praxis eines Augenarztes. Dieser muss jedoch feststellen, dass er diese Art Erblindung nicht zuordnen kann, der Blinde sieht statt Finsternis nur noch ein grelles Weiß. Er schickt den Blinden wieder nach Hause, will ihn aber weiter untersuchen. Doch noch während er selbst die Bücher abends wälzt, um sich über die Krankheit zu informieren, erblindet er ebenfalls. Und mit ihm immer mehr. Die Regierung beschließt kurzerhand, alle Infizierten in Quarantäne zu stecken.

Wir begleiten den Augenarzt und seine Frau, die sich ebenfalls für blind ausgibt, es jedoch nicht ist, wie sie und einige andere in eine ehemalige Irrenanstalt gesperrt werden. Die Regierung verspricht ihnen, jeden Tag Nahrung kommen zu lassen, doch das soll die einzige Maßnahme sein. Wird jemand krank, gibt es Verletzungen, Unruhe oder Aufstände innerhalb der Mauern wird nicht eingegriffen. Wer sich den Soldaten draußen nähert, wird erschossen.

Schnell breitet sich die Blindheit, das Weiße Übel, aus und die Irrenanstalt füllt sich zusehends. Natürlich bricht auch in einer solchen Situation die menschliche Natur durch, jemand erhebt sich über die anderen. Schon bald kommt es unter den hunderten von eingeschlossenen Menschen zu Kämpfen, einige wenige unterdrücken die ängstlichen anderen.

Wie wird das alles enden? Kehrt das Licht in die Augen der Blinden zurück? Und was passiert, wenn man als einziger Mensch noch sehen kann in einem Meer von Blinden?

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